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„Regulierung für Algorithmen“ – Tagung der Universität Bonn


Brauchen wir eine Regulierung für Algorithmen? | ©NicoElNino/fotolia.com

Algorithmenbasierte Entscheidungen wirken mehr und mehr auf das tägliche Leben ein. Ob wir einen Flug buchen, uns auf eine Stelle bewerben, einen Kredit beantragen oder auf einer Internetplattform den Lebenspartner suchen – oft ist nicht einmal ersichtlich, dass auf der anderen Seite eine Maschine den Preis setzt, die Bewerbervorauswahl trifft, die Bonität schätzt und den Partner sucht.

Onlinehändler versuchen durch eine algorithmenbasierte individualisierende Preissetzung die maximale Zahlungsbereitschaft ihrer Kunden abzuschöpfen. In manchen Ländern vertrauen Strafgerichte bei der Einschätzung der Rückfallneigung von Straftätern auf eine Software. Die Beispiele machen deutlich, dass der Einsatz von Algorithmen vielfältige Fragen aufwirft, die teils rechtlicher Natur sind, aber auch Bezüge zu Ethik, Ökonomie und Technik haben.

Brauchen wir eine Regulierung für Algorithmen?
An der Universität Bonn findet am 7. und 8. September 2020 eine Tagung zur „Regulierung für Algorithmen“ statt, die die genannten Themen behandelt. Zu den Mitwirkenden zählen

  • Wettbewerbsjuristen (u. a. Andreas Heinemann, Petra Pohlmann, Jürgen Kühling, Daniel Zimmer),
  • Ökonomen (Justus Haucap, Ulrich Schwalbe),
  •  ein Philosoph (Markus Gabriel),
  •  ein Informatiker (Stefan Wrobel) sowie
  •  der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationssicherheit Ulrich Kelber.

Die Tagung wird im Format einer Videokonferenz durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie HIER.


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