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Bundeskartellamt sanktioniert vertikale Preisbindung bei LEGO


Vertriebsmitarbeiter von LEGO Deutschland haben gegen das Verbot der vertikalen Preisbindung verstoßen. | © BillionPhotos.com/fotolia.com

Das Bundeskartellamt hat ein Bußgeld gegen die LEGO GmbH wegen vertikaler Preisbindung beim Vertrieb sogenannter „Highlightartikel“ verhängt.

Der Spielzeughersteller LEGO soll ein Bußgeld in Höhe von 130.000 Euro zahlen. Die deutsche Tochter des dänischen Spielwarenherstellers hat gegen das Verbot der vertikalen Preisbindung verstoßen, wie das Kartellamt mitteilte. LEGO Deutschland hatte dem Einzelhandel für einen Teil des Sortiments verbindliche Endverkaufspreise vorgegeben. Eine solche vertikale Preisbindung ist nach deutschem Kartellrecht unzulässig.

Preisdruck auf Händler

Betroffen waren Händler in der Region Nord- und Ostdeutschland in den Jahren 2012 und 2013, die von Vertriebsmitarbeitern der LEGO GmbH zur Anhebung der Endverkaufspreise gegenüber den Kunden gedrängt wurden. Die betroffenen Artikel sowie gezielt ausgewählte Händler wurden in regelmäßig aktualisierten Listen festgehalten. Zum Teil wurde den Händlern bei Unterschreitung der in den Listen festgeschriebenen Endverkaufspreise mit einer Verknappung der Liefermengen bis hin zur Nicht-Belieferung gedroht. Teils wurde auch die Höhe des Preisnachlasses auf den Händlereinkaufspreis bei der LEGO mit der Einhaltung der Listenendverkaufspreise verknüpft.

(PM Bundeskartellamt vom 12.01.2016)


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