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WuW vom 09.12.2002, Heft 12, Seite 1154-1162
Verfassungswidrigkeit variabler Obergrenzen der Geldbußzumessung bei Kartellrechtsverstößen?
Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil zur Verfassungswidrigkeit der Vermögensstrafe nach § 43a StGB strenge Anforderungen an die Bestimmtheit einer Strafandrohung i.S. von Art. 103 Abs. 2 GG aufgestellt. Der Beitrag geht der Frage nach, ob die Eröffnung einer Obergrenze des Geldbußrahmens bis zum Dreifachen des erlangten Mehrerlöses für die schweren Kartellordnungswidrigkeiten in § 81 Abs. 2 Satz 1, 1. Alt. GWB danach noch als vereinbar mit dieser - auch für das Ordnungswidrigkeitenrecht geltenden - Verfassungsgarantie angesehen werden kann. Zugleich wird auch die in § 17 Abs. 4 Satz 2 OWiG zugelassene Möglichkeit, das gesetzliche Höchstmaß einer Geldbuße zu überschreiten, auf den Prüfstand gestellt. Im Ergebnis wird die Verfassungswidrigkeit der mehrerlösbezogenen Bestimmung des Geldbußrahmens in § 81 Abs. 2 GWB bejaht, die der "Lockerung des Bußgelddeckels" in § 17 Abs. 4 OWiG dagegen verneint.
Gliederung
| I. | Ausgangslage |
| II. | Die zentralen Positionen des BVerfG |
| | 1. | Grundlagen der Entscheidung |
| | 2. | Anwendung auf die Vermögensstrafe |
| III. | Anwendung auf § 81 Abs. 2 GWB |
| | 1. | Unterschiede |
| | 2. | Parallelen |
| | 3. | Fazit |
| IV. | Anwendung auf § 17 Abs. 4 Satz 2 OWiG |
| | 1. | Keine Ermessens-Vorschrift |
| | 2. | Keine Verschiebung des eigentlichen Sanktionsrahmens |
| | 3. | Anknüpfung an den wirtschaftlichen Vorteil |
| V. | Gesamtergebnis |
Informationen zu den Autoren
Es liegen keine Informationen vor.
© WuW, Fachverlag der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH 2002
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