Gastkommentare

WuW vom 02.03.2012, Heft 03, Seite 223
Die Bußgeld­ver­fah­ren ha­ben in den letz­ten Jah­ren - nicht zu­letzt auf­grund ih­rer ex­or­bi­tan­ten Höhe - an Be­deu­tung ge­won­nen. Frag­lich ist je­doch, ob der Ge­set­zes­zweck: d. i. die Sank­tio­nie­rung der ge­gen das Ge­setz ver­stoßen­den Un­ter­neh­men, er­reicht wird. Das hängt ins­be­son­de­re von der Me­tho­de ab, nach der die Un­ter­neh­men ih­re Prei­se kal­ku­lie­ren.
Wenn die Un­ter­neh­men - wie dies in der Preis­theo­rie...
WuW vom 03.02.2012, Heft 02, Seite 119
Die EU-Kom­mis­si­on ist in vielfälti­ger Wei­se in die EU-Ge­setz­ge­bung ein­ge­bun­den und hat sich in­so­weit zahl­rei­che Ver­dien­ste er­wor­ben. Sie wacht nicht nur über die Ein­hal­tung des gel­ten­den EU-Rechts. Ihr Wort steht auch am An­fang al­ler Ge­setz­ge­bung. Die Kom­mis­si­on be­sitzt das Initia­tiv­mo­no­pol. Nur sie kann durch ih­ren Vor­schlag ein Ge­setz­ge­bungs- oder -ände­rungs­ver­fah­ren in Gang set­zen (Art. 294 AEUV)....
WuW vom 03.02.2012, Heft 02, Seite 120
Al­f­red-Carl Ga­edertz ist am 20. De­zem­ber 2011 in sei­nem neun­zig­sten Le­bens­jahr ver­stor­ben. Er wirk­te vie­le Jahr­zehn­te als Rechts­an­walt und No­tar. Von 1977 bis 2005 war er Mi­t­her­aus­ge­ber der WuW, seit 2006 Eh­ren­mit­glied des Her­aus­ge­ber­krei­ses. Mit ihm ver­liert die Zeit­schrift ei­ne her­aus­ra­gen­de Persönlich­keit, die sie über lan­ge Jah­re mit­ge­prägt hat.
Auch wenn er sich in der ihm ei­ge­nen Be­schei­den­heit...
WuW vom 06.01.2012, Heft 01, Seite 3
Ist die Ab­gren­zung des re­le­van­ten Mark­tes ei­ne hei­li­ge Kuh, die bes­ser ge­schlach­tet wer­den soll­te? Die­ter Schmidtchen hat an die­ser Stel­le kürz­lich so ar­gu­men­tiert. Die Ab­gren­zung des re­le­van­ten Mark­tes sei "ei­ne nutz­lo­se Übung". Die Markt­macht von Un­ter­neh­men sol­le bes­ser di­rekt be­stimmt wer­den, die Markt­ab­gren­zung lie­fe­re darüber hin­aus kei­ne neu­en Ein­sich­ten, sie ver­ur­sa­che nur zusätz­li­che Ko­sten....
WuW vom 02.12.2011, Heft 12, Seite 1161
Um die Zu­kunft des deut­schen Kar­tell­rechts, dem die WuW nun­mehr seit 60 Jah­ren als Fo­rum dient, brau­chen wir uns kei­ne Sor­gen zu ma­chen. Aus ei­ner anfäng­lich um­strit­te­nen ord­nungs­po­li­ti­schen Idee ist ein hier­zu­lan­de all­ge­mein ak­zep­tier­ter - wenn auch nicht im­mer be­ach­te­ter - Be­stand­teil des recht­li­chen Um­felds wirt­schaft­li­chen Han­deln her­vor­ge­gan­gen. Zu­dem ist das deut­sche Kar­tell­recht in­zwi­schen ein­ge­bet­tet...
WuW vom 02.12.2011, Heft 12, Seite 1162
"Kaum ein Ge­setz­ent­wurf hat den Streit der Mei­nun­gen in so ho­hem Maße ent­facht, wie der am 22. Mai 1951 durch den Bun­des­wirt­schafts­mi­ni­ster dem Ka­bi­nett zur Be­schluss­fas­sung zu­ge­lei­te­te Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes ge­gen Wett­be­werbs­be­schränkun­gen. Man hat ihn als Ge­setz oh­ne Leit­ge­dan­ken, als de­mo­kra­tisch über­spitzt, wirk­lich­keits­frem­de Il­lu­si­on, als Sieg der Büro­kra­tie, . . . als Zwangs­be­wirt­schaf­tung...
WuW vom 04.11.2011, Heft 11, Seite 1053
Die Gründung von Ge­mein­schafts­un­ter­neh­men kann die Schwel­len­wer­te für ei­ne Fu­si­ons­kon­trol­le in Ju­ris­dik­tio­nen, z. B. der EU, Deutsch­land, und in vie­len asia­ti­schen Ländern erfüllen und dem­gemäß ei­ne An­mel­de­pflicht auslösen, ob­wohl das Ge­mein­schafts­un­ter­neh­men in die­sen Ju­ris­dik­tio­nen er­sicht­lich kei­ne Aus­wir­kun­gen ha­ben wird.
Das Bun­des­kar­tell­amt hat die Übe­r­ar­bei­tung des Merk­blatts zur In­lands­aus­wir­kung...
WuW vom 07.10.2011, Heft 10, Seite 923
Kaum je­mand be­zwei­felt, dass die Be­stim­mung ei­ner markt­be­herr­schen­den Stel­lung (Er­mitt­lung von Markt­macht) so­wohl in der Miss­brauchs- wie in der Fu­si­ons­kon­trol­le nicht nur recht­lich, son­dern auch sach­lo­gisch ei­ne Ab­gren­zung des re­le­van­ten Mark­tes er­for­dert. Man star­tet übli­cher­wei­se mit ei­ner ver­gleichs­wei­se ho­mo­ge­nen Pro­dukt­grup­pe und fragt dann, ob Sub­sti­tu­ti­ons­pro­duk­te (oder Re­gio­nen bei der räum­li­chen...
WuW vom 02.09.2011, Heft 09, Seite 807
Die De­bat­te über den "mo­re eco­no­mic ap­proach" im Eu­ropäischen Wett­be­werbs­recht fin­det kein En­de. Sie ist noch kei­nes­wegs ent­schie­den. Al­ler­dings nimmt sie zu­wei­len den Cha­rak­ter theo­re­ti­scher Aus­ein­an­der­set­zun­gen auf ei­nem sehr ho­hen Ab­strak­ti­ons­ni­veau an. Prak­ti­ker mögen da­her ge­le­gent­lich den Ein­druck ha­ben, es han­de­le sich um Glas­per­len­spie­le oh­ne nen­nens­wer­te Kon­se­quen­zen im Ta­ges­geschäft. Das wäre je­doch ein Irr­tum. Ob die Wett­be­werbs­re­geln strikt am Ziel wohl­fahrtsöko­no­mi­scher Ef­fi­zi­enz (i
WuW vom 05.08.2011, Heft 07-08, Seite 685
Nach der Ka­ta­stro­phe von Fu­kus­hi­ma hat die Bun­des­re­gie­rung ei­ne (aber­ma­li­ge) Wen­de in der Ener­gie­po­li­tik ein­ge­lei­tet. Die deut­schen Kern­kraft­wer­ke sol­len im Zu­ge der Ener­gie­wen­de bis 2022 still­ge­legt wer­den. Statt­des­sen soll die Strom­er­zeu­gung durch er­neu­er­ba­re Ener­gi­en von mo­men­tan et­wa 18% bis 2022 auf 35% aus­ge­baut wer­den, d.h. der An­teil an "grünem Strom" soll sich in den näch­sten zehn Jah­ren fast...
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