Abhandlungen

WuW vom 02.03.2012, Heft 03, Seite 225 - 237
Da­ni­el von Bre­vern, Düssel­dorf
Nach weit­ver­brei­te­ter An­sicht ist Art. 3 Abs. 4 FKVO so zu ver­ste­hen, dass die Gründung von Ge­mein­schafts­un­ter­neh­men nur dann in die Zuständig­keit der Eu­ropäischen Kom­mis­si­on fällt, wenn es sich bei dem Ge­mein­schafts­un­ter­neh­men um ein "Voll­funk­ti­ons­ge­mein­schafts­un­ter­neh­men" han­delt. Die Eu­ropäische Kom­mis­si­on ver­tritt in­des in der "Kon­so­li­dier­ten Mit­tei­lung zu Zuständig­keits­fra­gen"...
WuW vom 02.03.2012, Heft 03, Seite 237 - 248
Axel Gu­ter­muth, Brüssel
Seit dem 1. Ja­nu­ar 2011 sind Ko­ope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­run­gen zwi­schen Un­ter­neh­men im Be­reich For­schung und Ent­wick­lung ("F&E") kar­tell­recht­lich an der neu ge­fass­ten F&E-Grup­pen­frei­stel­lungs­ver­ord­nung ("F&E-GVO") so­wie den übe­r­ar­bei­te­ten Ho­ri­zon­tal­leit­li­ni­en der EU-Kom­mis­si­on zu mes­sen. Die Neu­fas­sung der F&E-GVO weicht zum Teil er­heb­lich von der bis­her für F&E-Ver­ein­ba­run­gen...
WuW vom 03.02.2012, Heft 02, Seite 122 - 132
Ro­man In­derst, Frank­furt a.M. / Ul­rich Schwal­be, Ho­hen­heim
Für die Er­mitt­lung des Scha­dens, der durch ein Kar­tell ver­ur­sacht wur­de, ist das zu­wi­der­hand­lungs­freie bzw. kon­traf­ak­ti­sche Sze­na­rio bei der An­wen­dung der Dif­fe­renz­me­tho­de von zen­tra­ler Be­deu­tung. Hier­zu wird i. d. R. ein zeit­li­cher, räum­li­cher oder sach­li­cher Ver­gleichs­markt her­an­ge­zo­gen, um fest­zu­stel­len, wel­ches Mark­t­er­geb­nis sich oh­ne...
WuW vom 03.02.2012, Heft 02, Seite 133 - 141
Al­f­red Dittrich, Lu­xem­burg
Der Bei­trag be­han­delt Recht­schutz­fra­gen im Zu­sam­men­hang mit der Kron­zeu­gen­mit­tei­lung der EU-Kom­mis­si­on in Wett­be­werbs­sa­chen, die für die Auf­deckung und Sank­tio­nie­rung von Kar­tel­len ei­ne zen­tra­le Rol­le spielt. In ei­nem er­sten Teil wer­den all­ge­mei­ne Fra­gen des Rechts­schut­zes dar­ge­stellt, die die Gültig­keit und die An­wen­dung der Kron­zeu­gen­mit­tei­lung be­tref­fen, die der­zeit...
WuW vom 03.02.2012, Heft 02, Seite 141 - 150
Ul­rich Soltész, Brüssel
Ei­ne Zwi­schen­bi­lanz zur jünge­ren Recht­spre­chung
In den letz­ten Jah­ren wird die Rechts­staat­lich­keit des EU-kar­tell­recht­li­chen Sank­tio­nen­sy­stems zu­neh­mend in Fra­ge ge­stellt. Auch wenn das jüngst er­gan­ge­ne Ur­teil des EGMR in der Rechts­sa­che Me­na­ri­ni den Ver­fech­tern des Sy­stems et­was Rücken­wind ver­schafft hat, so weist die Recht­spre­chung zu Due Pro­cess im­mer noch In­kon­si­sten­zen...
WuW vom 03.02.2012, Heft 02, Seite 150 - 156
Alex­an­der Karst, München
Der fol­gen­de Bei­trag beschäftigt sich mit kar­tell­recht­li­chen Auf­sichts­pflich­ten, die im Ver­ti­kal­verhält­nis ei­ner Mut­ter- zu ih­rer Toch­ter­ge­sell­schaft be­ste­hen. Es wird da­bei auf­ge­zeigt, dass so­wohl auf na­tio­na­ler als auch auf eu­ropäischer Ebe­ne der Möglich­keit der Ein­fluss­nah­me der Mut­ter- auf die Toch­ter­ge­sell­schaft ent­schei­den­de Be­deu­tung zu­kommt. Denn nur im Fal­le des...
WuW vom 06.01.2012, Heft 01, Seite 6 - 13
Car­sten Krüger, Brüssel/Kai­sers­lau­tern
"Al­le für ei­nen und ei­ner für al­le" - auf die­sem Ge­dan­ken be­ruht das deut­sche Ge­samt­schuld­sy­stem. Nach ihm rich­tet sich im Grun­de auch die Haf­tung von Un­ter­neh­men, die we­gen wett­be­werbs­wid­ri­ger Ab­spra­chen nach § 33 Abs. 3 GWB i.V.m. Art. 101 AEUV bzw. § 1 GWB Scha­den­er­satz lei­sten müssen. Dass Kar­tell­mit­glie­der Ge­samt­schuld­ner sind, steht außer Fra­ge. Frag­lich...
WuW vom 06.01.2012, Heft 01, Seite 14 - 27
Ro­mi­na Pol­ley / Sil­ke Heinz, Köln
Die Sett­le­ment-Pra­xis der bei­den Behörden un­ter­schei­det sich u. a. auf­grund der ver­schie­de­nen Rechts­grund­la­gen und Ver­fah­rens­ord­nun­gen. Die Kom­mis­si­on agiert auf Ba­sis ei­nes spe­zi­el­len und de­tail­lier­ten Re­ge­lungs­pa­kets, ist al­ler­ding bzgl. des In­halts des Sett­le­ments meist nur be­schränkt ver­hand­lungs­wil­lig. Das Amt stützt sich auf das all­ge­mei­ne Ver­fol­gungs- und...
WuW vom 06.01.2012, Heft 01, Seite 27 - 38
Hans-Jürgen Rup­pelt, Ber­lin
Das Bun­des­kar­tell­amt hat in den letz­ten Jah­ren über meh­re­re Zu­sam­men­schluss­vor­ha­ben im Le­bens­mit­tel­ein­zel­han­del ent­schie­den. Drei die­ser Vor­ha­ben sind nur un­ter Veräußerungs­be­din­gun­gen frei­ge­ge­ben wor­den, weil das Amt auf ei­ner Rei­he von Märk­ten die Ent­ste­hung oder Verstärkung ei­ner markt­be­herr­schen­den Stel­lung fest­ge­stellt hat. Die­se Ent­schei­dun­gen wer­fen so­wohl aus...
WuW vom 06.01.2012, Heft 01, Seite 38 - 51
Ro­land M. St­ein / Pas­cal Fri­ton / An­na Hut­ten­lauch, Ber­lin
Ob­schon das deut­sche Kar­tell­recht und das deut­sche Ver­ga­be­recht ih­re Re­ge­lung im sel­ben Ge­set­zes­werk er­fah­ren ha­ben, ha­ben die bei­den Rechts­ge­bie­te re­la­tiv we­ni­ge Berührungs­punk­te. In ein­zel­nen Teil­be­rei­chen ist ei­ne Wech­sel­wir­kung al­ler­dings durch­aus ge­ge­ben. So kann et­wa ein Ver­stoß ge­gen das Kar­tell­recht da­zu führen, dass das be­trof­fe­ne...
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